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CBD-Öl: Raw vs. Decarb – Wo liegt der Unterschied?

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CBD-Öl: Raw vs. Decarb – Wo liegt der Unterschied?

CBD-Öl liegt in verschiedenen Formen vor, allerdings sind zwei der häufigsten Sorten Raw (roh) und Decarb (decarboxyliert). Aber was bedeutet das? Und was ist der Unterschied zwischen den beiden? Die Antworten können zunächst ein wenig unverständlich sein, aber nur keine Sorge – wir sind hier, um zu helfen. Sobald Sie den Unterschied verstanden haben, wird es Ihnen viel leichter fallen, sich für das richtige Produkt zu entscheiden.

Bevor wir den Unterschied zwischen roh und decarboxyliert aufklären, ist es wichtig, den Zusammenhang zwischen den Cannabinoiden und ihrer Wirkung in unserem Körper zu kennen. Zu diesem Zweck werden wir einen kurzen Chemieunterricht geben und einen schnellen Blick auf die Geschichte des Cannabis werfen.

 

Grundbegriffe

In vielen Kulturen wird Cannabis seit Tausenden von Jahren als Medizin verwendet. Einige der ersten Anzeichen von Cannabiskonsum für medizinische Zwecke wurden in Asien und im Nahen Osten gefunden, woher Ethnobiologen glauben, dass die Cannabispflanze stammt und wo Cannabis seit Jahrtausenden zur Behandlung zahlreicher Leiden, Krankheiten und Gesundheitsprobleme verwendet wird.

Doch erst in den 70er Jahren entdeckte der israelische Forscher Raphael Mechoulam dieses Vertrauen in die Wirkung von Cannabis auf unsere Gesundheit. Er tat es, indem er die zwei wichtigsten Cannabinoide in der Pflanze entdeckte: THC und CBD.

Cannabinoide sind in der Cannabispflanze enthaltene Eigenschaften, die bestimmte Auswirkungen auf unseren Körper und Geist entfalten, wenn sie konsumiert werden. Die Wirkungen treten auf, wenn Cannabinoide in Kontakt mit unserem Endocannabinoid-System kommen, einem ausgedehnten und komplexen Netzwerk von Rezeptoren in unserem Nervensystem. Die Rezeptoren in unserem Endocannabinoid-System – zum Beispiel die Rezeptoren CB1 und CB2 – befinden sich im ganzen Körper und reagieren auf unterschiedliche Weise, wenn sie das Signal einer Komponente wie eines Cannabinoids erhalten. Zudem ist die Reaktion auf ein Cannabinoid sehr individuell, da die Menge und Empfindlichkeit des Rezeptorennetzwerkes in jedem menschlichen Körper unterschiedlich ist. Dies erklärt, warum manche Menschen bei der Verwendung von Cannabisöl nichts spüren, während andere eine sofortige Wirkung feststellen können.

Das Endocannabinoid-System (ECS) ist an der Regulation einer Vielzahl von physiologischen Prozessen, die mit dem Nervensystem zusammenhängen, beteiligt, wie zum Beispiel Schmerz, Gedächtnis, Stimmung und vielen anderen. Wahrscheinlich sind THC und CBD die bekanntesten Cannabinoide, aber in Wirklichkeit gibt es mehr als 100 identifizierte (d. h. bezeichnete) Cannabinoide in der Cannabispflanze, und jedes interagiert anders mit unserem ECS. Die an einzelnen Cannabinoiden durchgeführten Studien haben gezeigt, dass sie einen Einfluss auf unserem ECS haben, aber was noch interessanter ist: Sie haben bewiesen, dass eine Kombination mehrerer Cannabinoide eine noch stärkere Wirkung haben kann, da die Cannabinoide in ihrer Gesamtheit ihre Auswirkungen gegenseitig verstärken – eine Reaktion, die auch als „Entourage-Effekt“ bekannt ist.

Aber nicht nur Cannabinoide haben Auswirkungen oder einen „Entourage-Effekt“ auf unser ECS. Terpene (aromatische Verbindungen), die in der Cannabispflanze vorkommen, spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Absorption von Cannabinoiden. Die über 200 einzigartigen Spuren von Terpenen in der Cannabispflanze (Inhaltsstoffe, die jeder Cannabis-Sorte ihr eigenes einzigartiges Aroma und Geschmack verleihen) können auch die Wirkungen bestimmter Cannabinoide potenzieren und haben selbst eigene nützliche Eigenschaften.

Beispielsweise hat das Terpen Beta-Caryophyllene ein gemischtes Aroma von Thai-Basilikum und schwarzem Pfeffer, das in der Cannabispflanze gegen Insekten und Bakterien hilft. Wenn dieses Terpen mit dem ECS interagiert, wird es durch den CB2-Rezeptor absorbiert (es ist eines der wenigen Terpene, die so wirken) und hilft somit das Immunsystem zu stimulieren, genauso wie es das Abwehrsystem der Cannabispflanze stimuliert.

 

In welchem Zusammenhang steht all dies zum Decarb?

Decarb (Abkürzung für Decarboxylierung) ist der gebräuchliche Begriff, um die Art der Methode zu beschreiben, die verwendet wird, um natürliche Komponenten aus der Cannabispflanze zu extrahieren. Diese Methode basiert auf dem Erhitzen und Trocknen des Pflanzenmaterials, ein Prozess, der bestimmte Reaktionen in der Pflanze aktiviert und die Extraktion der gewünschten Inhaltsstoffe sicherstellt.

Während des Erhitzens und Trocknens (Decarboxylierung) wird das natürliche Vorkommen der Cannabinoidsäure THCa (ein nicht psychoaktiver Bestandteil in Cannabis) in das Kohlenhydrat THC umgewandelt. Oft ist die Menge an THC in Cannabisöl nicht bedeutend genug, um das „High-Sein“ zu verursachen, welches normalerweise mit dem psychoaktiven Inhaltsstoff THC assoziiert ist. Seine Anwesenheit jedoch erlaubt es anderen Cannabinoiden, wie CBD, effizienter von den Rezeptoren des ECS durch den „Entourage-Effekt“ aufgenommen zu werden.

Der Prozess der Decarboxylierung ermöglicht es also, dass sowohl CBD als auch THC leichter verfügbar sind, um von dem Körper absorbiert zu werden (d. h. eine hohe Bioverfügbarkeit), aber der Erhitzungs- und Trocknungsprozess kann auch den natürlichen Zustand dieser Inhaltsstoffe beschädigen, insbesondere des CBDa und THCa. In ihrem rohen Zustand haben diese Cannabinoidsäuren ihre eigenen einzigartigen gesundheitlichen Vorteile, die durch Decarboxylierung verloren gehen können.

Kurze Zusammenfassung dieses Chemieunterrichts: Während der Prozess der Decarboxylierung einzelne Bestandteile der Cannabispflanze (wie Cannabinoide und Terpene) leichter verfügbar macht, um vom Körper durch das ECS absorbiert zu werden, schädigt der Prozess gleichzeitig den „Entourage-Effekt“ zwischen diesen Cannabinoiden.

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Und was ist dann Raw?

Raw weist darauf hin, dass das Material der Cannabis- oder Hanfpflanze keinem Erhitzungs- oder Trocknungsprozess unterzogen wurde, im Gegensatz zu Decarb. Dies bedeutet, dass Cannabinoidsäuren, Terpene und andere Spuren immer noch in dem Pflanzenmaterial und daher auch in dem aus diesem Material hergestellten Öl vorhanden sind.

In ihrem rohen Zustand enthält die Hanfpflanze CBD und CBDa. Sowohl CBD als auch THC können in den gleichen Pflanzen vorliegen, aber Industriehanf enthält sehr geringe Mengen an THC, weswegen es eine ausgezeichnete Pflanze ist, um CBD zu extrahieren, ohne seinen natürlichen Zustand und seine Wirkungen zu beeinträchtigen.

Durch die Extraktionsprozesse mit CO2 wird keine Wärme oder Trocknung auf das Pflanzenmaterial angewendet. Dies ermöglicht die Extraktion von CBD, CBDa, THCa und anderen natürlichen Inhaltsstoffen der Cannabispflanze, welche durch ihre Wechselwirkungen mit unserem Endocannabinoid-System einen positiven Effekt auf den Zustand und die Gesundheit unseres Körpers und unseres Geistes nachgewiesen haben.

Darüber hinaus sorgt die CO2-Extraktion für eine saubere und chemikalienfreie Extraktion. Anschließend wird das Öl kalt gefiltert, wodurch ein reines und natürliches Cannabisöl erhalten wird, welches reich an Cannabinoiden, Terpenen und anderen natürlichen Bestandteilen ist. Zusammen ergeben all diese Inhaltsstoffe ein optimales Öl, das sich als gesunde Nahrungsergänzung ausgezeichnet eignet.

 

Entscheidung zwischen Raw und Decarb

Einige Menschen bevorzugen das rohe CBD (Raw), aufgrund seiner großen Vielfalt an Cannabinoiden und nützlichen Inhaltsstoffen, wie Terpenen, CBDa und THCa, die sich ansonsten während des Prozesses der Decarboxylierung auflösen. Andere bevorzugen jedoch die Bioverfügbarkeit und schnelle Aufnahme des decarboxylierten CBD (Decarb), da CBD für Menschen mit empfindlichem Magen oder Darm schwer zu absorbieren und zu verdauen sein kann.

Im Allgemeinen haben Menschen, die an Alzheimer, leichten Angstzuständen, Depressionen, Arthritis, Fibromyalgie, chronischen Schmerzen, Psoriasis, Asthma und anderen Lungenerkrankungen leiden größere Vorteile von rohem CBD berichtet, während diejenigen mit schweren Angststörungen, ADD/ADHD, Migräne, Stress und Schlafstörungen dank des decarboxylierten CDB Erleichterung gefunden haben.

Den Einzelberichten nach hat sich die Verwendung von CBD Raw zur Behandlung von Erkrankungen wie Arthritis und chronischen Schmerzen sehr vorteilhaft erwiesen. Der „Entourage-Effekt“ von rohem CBD kann auch effektivere entzündungshemmende Wirkungen hervorbringen, obwohl dies in hohem Maße von der Fähigkeit jedes Organismus abhängt, die nützlichen Inhaltsstoffe des Extrakts der Cannabispflanze zu absorbieren. Das CBD Decarb hat dagegen positive Effekte bei Angstzuständen, Depressionen, ADHD, Stress, Schlafstörungen und anderen psychischen Gesundheitsproblemen gezeigt, da viele Benutzer dank der beruhigenden Wirkung ein Gefühl emotionalen Friedens gespürt haben.

Je nach Person können die Auswirkungen unterschiedlich sein, aber basierend auf den Erfahrungen von zahlreichen Benutzern, die CBD Raw oder Decarb ausprobiert haben, gibt es keinen Zweifel, dass Cannabisöl das Leben vieler Menschen positiv beeinflusst und verändert hat. Aufgrund der unterschiedlichen Wirkungen, die CBD generell auf das Endocannabinoid-System jeder Person haben kann, empfehlen wir immer, es langsam zu nehmen und mit kleinen Dosen anzufangen. Zwar sind weitere Forschungen über die Auswirkungen von CBD noch erforderlich, aber dank der großen Anzahl von Studien, die bisher durchgeführt wurden, möchten wir die wohltuenden Eigenschaften des CBD mit jedem teilen, der dafür offen und bereit ist.

CBD-Öl allein ist nicht die Lösung aller Probleme, aber es kann eine nützliche und natürliche Ergänzung für einen gesunden Lebensstil sein, zusammen mit einer ausgewogenen Ernährung und viel Wasser. Die Lebensqualität vieler Menschen, die CBD-Öl verwenden, hat sich verbessert, aber ihr Leben kann sich zehnmal mehr verbessern, wenn sie auch regelmäßig Sport treiben und viel Wasser trinken (nicht nur Flüssigkeit, sondern einfach nur Wasser). Diese Kombination kann der Schlüssel zu einem Körper im perfekten Gleichgewicht sein.